Ein neues Konzept,
das die Zukunft unserer Hofgemeinschaft ganz neu gestalten kann.
Bis Anfang Oktober 2026 war für mich vollkommen klar, dass ich den Rest meines Lebens in meinem eigenen Haus in Kirchbach verbringen werde. Ich war rundum zufrieden und hatte bloß den einen Wunsch, dass alles so bleiben möge wie es momentan ist. Aber da wurde eine innere Stimme in mir immer lauter, die mir sagte, dass genau das unmöglich ist. NICHTS bleibt gleich - das Leben ist Veränderung!
Auch meine unerschütterlich scheinende Gesundheit - für die ich jeden Tag dankbar bin - kann eines Tages zumindest unterbrochen werden - was dann ...? Ich kann nicht dauerhaft ganz allein mein großes Haus bewohnen. Selbstversorgung ist nur in einer Gemeinschaft möglich - dieser Grundsatz gilt auch für mich - und unsere Hofgemeinschaft ist immerhin 35 Kilometer entfernt.
Ich begann ernsthaft die Vergabe von Wohnraum an andere Leute- und damit eventuell auch eine Vergrößerung unserer Hofgemeinschaft zu überlegen. Ich habe der Hofgemeinschaft mitgeteilt, dass ich sogar das Risiko einer "Wohngemeinschaft" auf mich nehmen würde, obwohl ich nun bereits zweienhalb Jahre der totalen Autonomie meines täglichen Lebens sehr genossen habe. Auch die Versorgung mit Lebensmittel aus der Hofgemeinschaft hat immer optimal funktioniert.
Aber dann kam vollkommen überraschend folgende Einladung von der Hofgemeinschaft:
Verlasse Dein Haus in Kirchbach und komm zu uns!
Und weiter: Du musst nicht länger deine wertvolle Lebenszeit nur für diesen Trafik-"Verdrängungswettbewerb" verschwenden (- so wie ich das in meinem letzten Buch beschrieben habe).
Manfred könnte doch die längst unwirtschaftlich gewordene Trafik zusperren und in Frühpension gehen! Das wäre ganz bestimmt auch die richtige Antwort an "Vater Staat" der die zweite Trafik in Kirchbach nachbesetzt- und damit beide Trafiken unwirtschaftlich gemacht hat. Ja, der Staat soll nun selbst die "Zeche bezahlen" für diese offensichtliche Fehlentscheidung - in Form der Frühpension, die Manfred vom "Zwang zum Gelderwerb" befreit und ein sorgenfreies und selbstbestimmtes Leben in seinem eigenen (schuldenfreien) Häuschen sicherstellt - anstatt noch mehr Schulden in der unwirtschaftlich gewordenen Trafik anzuhäufen.
Erstmals in meinem Leben kam eine Idee zur Neuorientierung meines Lebens nicht von mir selbst, sondern von der jüngeren Generation und dafür bin ich ganz besonders dankbar. Für mich beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt. Iich erkenne, dass ich als alter Mann solche grundvernünftige Gedanken einfach nicht mehr zugelassen habe. Die Gestaltung der Zukunft ist eben nicht mehr meine Aufgabe - ich werde deshalb in Zukunft nur noch vertrauensvoll die Pläne und die Aktivitäten der jüngeren Generation unterstützen.
Dazu gehört auch die Lösung des Problems mit meinem Haus in Kirchbach. Für mich ist klar, wenn wir die Trafik zusperren und wenn dann auch ich mein Haus verlasse, dann ist dieses Haus mit einem Schlag plötzlich WERTLOS - und könnte sogar zu einer Belastung für die Hofgemeinschaft werden. Das war auch der Grund, weshalb ich selbst derartige Gedanken gar nicht zugelassen habe.
Faktum ist auch, dass die Hofgemeinschaft dringenden Bedarf an Wohnraum hat. Immerhin wachen rasend schnell vier Kinder heran und wenn dann auch noch ich selbst zumindest einen minimalen "Lebensraum" beanspruchen wollte, dann war das für mich einfach nicht denkbar. Hier zeigt sich augenscheinlich das Problem der "Immobilien" - die Frage ist:
Wie kann man diesen Überschuss an Wohnraum in Kirchbach "mobil" machen und nach Schirnitz transferieren?
Die "logische Lösung" ist (noch immer...):
Das Haus verkaufen und in Schirnitz ein neues Haus bauen
Ja - in den "normalen Zeiten" der vergangenen Jahrzehnte wäre das die logische Lösung gewesen - die aber unweigerlich auch fast immer zu einer Neuverschuldung geführt hat. Mit dem Verkaufserlös für ein altes Haus kann man halt kein neues annähernd gleichwertiges Haus finanzieren - auch nicht in (angeblich) "normalen Zeiten".
Faktum ist - wir leben jetzt nicht in "normalen Zeiten", sondern mitten in einem wirtschaftlichen Niedergang und in einem totalen "Umbruch" auch des Geldsystems. All das führt unweigerlich zu einer beispiellosen Enteignungswelle. Ein altes Haus ist fast unverkäuflich und bringt entsprechend wenig (rasend schnell wertlos werdendes) Geld. Das "normale" Endprodukt ist dann ein Kreditfinanzierter Neubau, bei dem ein jetzt schuldenfreies Eigentum nur noch den "Eigenmittelanteil" der Kreditfinanzierung darstellt - also Teil eines Schuldenberges geworden ist..
Mit anderen Worten:
Jetzt hinterlasse ich meinen Nachkommen einen schuldenfreien "Lebensraum" der KOSTENLOS und auch WERTBESTÄNDIG zur Verfügung steht, wenn bloß für eine werterhaltende Nutzung gesorgt wird.
Durch Einsatz für einem kreditfinanzierten Neubau entsteht das genaue Gegenteil: Ein "Eigentum" das gar keines ist, weil es mit dem Pfandrecht der Bank belastet ist und damit auch der "Zwang zum Gelderwerb" der die Autonomie und ein SELBSTBESTIMMTES Leben der Jungen Generation verhindert.
Genau das ist die Enteignungswelle vor der ich schon Jahrzehntelang warne. In meiner Jugendzeit war das ganz anders, ich habe nur Leistungsbereitschaft und FÄHIGKEITEN besessen. In der Nachkriegszeit gab es einen Wirtschafts-Aufschwung damals konnte ich aus eigener Kraft den Kredit für mein erstes eigenes Haus (das ich schon im Alter von 18 Jahren selbst gebaut habe) in wenigen Jahren zurückzahlen. Und gemeinsam mit meiner Frau konnten wir unseren Nachkommen nicht nur "das Leben schenken" sondern rechtzeitig auch den "Lebensraum" zur Gründung eigener Existenzen.
Kostenlos nutzbarer "LEBENSRAUM" ist die wichtigste Basis der SELBSTVERSORGUNG leistungsfähiger Menschen.
Und genau das wird vom derzeitigen "SYSTEM" konsequent verhindert. Schon bald soll praktisch jeder Mensch zur Zahlung einer "MIETE" verpflichtet sein.
Das erzeugt den allgemeinen "Zwang zum Gelderwerb" und verhindert erfolgreich die Fähigkeit der Menschen zur Selbstversorgung - die für jedes andere Lebewesen eine Selbstverständlichkeit ist.
Der Lebensraum ist Teil der Schöpfung, der eigentlich allen Geschöpfen KOSTENLOS zur Verfügung steht.
Nur der "Mensch" hat sich (den nicht beliebig vermehrbaren) "Grund und Boden" ANGEEIGNET und zur Machtausübung (über den Zwang zum Gelderwerb) MISBRAUCHT.
Aber der Zusammenbruch der Geldmacht ist wohl nicht mehr fern und ist kaum noch aufzuhalten. Eines Tages wird das Geld WERTLOS sein.
Was dann noch übrigt bleibt ist der "Grund und Boden" (auch nach Verwüstung nach Kriegen).
Was dann aber entscheidend wichtig ist, ist die FÄHIGKEIT zur Selbstversorgung durch praktische Nutzung der Nutzungsrechte.
"Eigentumsrechte", "Pfandrechte" und die "Nutzungsrechte" werden wohl auch die schlimmsten Krisen überstehen. Das heißt, dass auch die "Pfandrechte" immer noch vorhanden sein werden, auch wenn das Geld- und damit auch der Kredit seinen Wert verloren hat. Über Pfandrechte kann aber nur auf "VERWERTBARES VERMÖGEN" - also nur auf das "EIGENTUM" zugegriffen werden. Auch Zwangsbelastungen jeder Art können immer nur das "Eigentum" betreffen.
Das heißt aber auch, dass "NUTZUNGSRECHTE" die im Grundbuch gesichert sind auch dann noch vorhanden sein werden, wenn das Geld wertlos geworden ist. Damit sind solche Nutzungsrechte sicherer und für "FÄHIGE MENSCHEN" wertvoller als als Eigentumsrechte.
Die Absicherung des NUTZUNGSRECHTES durch den Verein
ist daher die wichtigste Aufgabe der Hofgemeinschaft Schirnitz.
Erst wenn das erledigt ist können wir mit vereinten Kräften, dauerhaft und sinnvoll die schon reichlich vorhandenen Fähigkeiten zur krisenfesten SELBSTVERSORGUNG weiter ausbauen. Das ist nach wie vor meine Überzeugung. Bei meinem Haus haben wir genau das bereits realisiert. Die Einladung der Hofgemeinschaft kann ich aber nur dann annehmen, wenn das Nutzungsrecht des Vereines auch dort im Grundbuch abgesichert ist.
Meine konkreten Ideen und Vorschläge:
Wir sollten die Beseitigung des Pfandrechtes durch vorzeitige Rückzahlung der Kredite nicht mehr als vorrangige Aufgabe betrachten. Stattdesen sollten wir diesen "nicht kündbaren Nutzungsvertrag" in das Grundbuch eintragen lassen. Ich bin dazu bereit die Kreditraten aus meiner Rente zu begleichen, so lange ich lebe. Ich bin mir sehr sicher, dass die Geldentwertung diesen Kredit noch zu meinen Lebzeiten "auffressen" wird.
Wir sollten uns gemeinsam darauf konzentrieren, neuen Wohnraum in der Hofgemeinschaft zu schaffen. Dazu bestehen ja bereits optimale Fähigkeiten und Voraussetzungen, das wurde bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt, durch viele EIGENHÄNDIGE Bautätigkeiten zur Schaffung von Wohnraum und zum Ausbau des Landwirtschaftlichen Bedarfes. Damit wurden in der Hofgemeinschaft bereits viel mehr WERTE geschaffen als in dieser Zeit mit "Lohnarbeit" auch in besten Berufen hätte "verdient" werden können.
Jetzt kommt es nach meiner Überzeugung bloß darauf an, die bereits geschaffenen "WERTE" in "BLEIBENDE WERTE" zu verwandeln und dann genau so weiter zu machen wie bisher. Ich bin davon überzeugt, dass es uns gelingen wird das nötige Geld zur Materialbeschaffung auch ohne neue Kredite aufzutreiben - über "Beteiligung statt Kredit". Ich selbst werde all meine Möglichkeiten zur Verfüging stellen, wenn ich in der Hofgemeinschaft Geborgenheit finde.
Mein Haus in Kirchbach ist dabei sicherlich keine große Hilfe, es soll aber auch kein Hindernis und auch keine Belastung sein. Deshalb wird es notwendig sein, einige geeignete "Nutzer" zu finden, die zumindest den Wert erhalten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir solche Leute in unseren Verein integrieren könnten. Ideal wären Leute, die uns auch beim Bau, bei der Vermarktung oder in der Landwirtschaft tatkräftig unterstützen könnten. Deshalb wäre die ursprüngliche Idee einer Wohngemeinschaft in meinem Haus eventuell eine gute Übergangslösung. Der Erhalt dieses schuldenfreien "Lebensraumes" ist sicherlich sehr wertvoll, auch im Hinblick auf den sicherlich laufend zunehmenden Wohnraumbedarf der Hofgemeinschaft.
Meine konkreten Bau-Ideen:
Ich bin zur Überzeugung gelangt, dass das vorhandene große Wirtschaftsgebäude momentan die besten Voraussetzungen zum raschen und preisgünstigen Ausbau zu mehr Wohnraum bietet.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieses Wirtschaftsgebäude schrittweise in voller Länge so ähnlich ausgebaut wird wie die Wohnung der Familie Hans-Peter. Diese Wohnung könnte man sehr einfach durch einen Veranda-Vorbau vergößern und verbessern.
Diesen Veranda-Vorbau würde ich generell im gesamten Ausbau-Bereich herstellen, dadurch kommt Licht und Wärme in die Wohnungen. Dieses riesige Vordach, das derzeit den Zugang zum Licht versperrt gehört einfach beseitigt und durch die Veranda ersetzt. dann entsteht dort wunderbarer Wohnraum der auch im Untergeschoß nutzbar ist
Zur Verbesserung und Vergrößerung des Wohnbereiches im "Stammhaus" würde ich mich vorerst auf das Erdgeschoß konzentrieren.
Dieser riesige Flur mitten im Wohnhaus kann sehr preisgünstig in wertvollen Wohnraum umgewandelt werden, wenn man bloß die Stiegen beseitigt. Eine gute Wärmedämmung der Erdgeschoßdecke und der Raumgewinn im Flur würden sofort viel mehr Wohnqualität schaffen als ein halbherziger Dachausbau-Versuch. Ich bin überzeugt, der Ausbau dieses Dachgeschoßes ist unwirtschaftlich, man müsste sich eher zu einer Aufstockung entschließen - aber das ist kostenmäßig momentan wohl eine Utopie. Der Ausbau des Wirtschaftsgebäudes ist weitaus wirtschaftlicher, vor Allem auch deshalb, weil dort Etappenweise auch jahrelang gebaut werden kann.
Mit derartigen Etappenweisen Bautätigkeiten schafft man sinnvolle Arbeit, ohne Neuverschuldung und damit viel mehr "Bleibende Werte" als die Bestverdiener und die größten Landwirte in Eurer Gegend - die ihr "Eigentum" verpändet haben und deshalb zum laufenden Gelderwerb verpflichtet sind.
Auf diese Weise schenken wir den Kindern in der Hofgemeinschaft nicht nur das Leben und viele Jahre wertvoller Lebenszeit- sondern auch kostenlos den nötigen Lebensraum. Wir hinterlassen diesen Kindern schlussendlich keinen Schuldenberg, sondern "Bleibende Werte" als "Beteiligung an den Nutzungsrechten" des Familienvereines. All das ganz ohne Zwang zum Gelderwerb, wenn wir auch die Fähigkeiten zur Selbstversorgung entsprechend fördern und Verschuldung vermeiden.
Das ist mein Konzept- Vorschlag zur Bewältigung der Wirtschaftskrise, durch Selbstversorgung und "Autonome Werte Wirtschaft" - für ein glückliches und selbstbestimmtes Leben in sozialer Sicherheit - die wir uns gegenseitig schenken können.
Ich warte gespannt auf Reaktionen und ich möchte die weitere Entwicklung dieses sicherlich beispielgebenden Projektes über der "WebPfadfinder" zugänglich machen und damit zur Nachahmung anregen
Alois Kemmer, am 26. Oktober 2026